Ein Grüner wird Bezirksamtsleiter

Die Nachricht ging schnell rum: Mit Jo Müller wird erstmals in Hamburg ein Grüner Bezirksamtsleiter. Das ist ein schöner Erfolg für die GAL, aber natürlich auch der Offenheit der CDU im Bezirk zu verdanken. Sie sieht sich durch Jo Müller, der ja schon früh für schwarz-grüne Bündnisse plädierte, ebenfalls gut vertreten. Besser kann ein Kompromiss nicht sein, als das beide Seiten ihn gutheißen. Klar, dass andere Parteien etwas dagegen haben. Besonders SPD und FDP machen sich ja schon deutlich Sorgen um ihre Koalitionsperspektive, War die SPD doch gewohnt zu denken, dass die grünen Stimmen ja eigentlich rote sind und rot-grüne Koalitionen Pöstchenbeschaffungsprojekte für Bürokraten mit SPD-Parteibuch. Niemand wird wohl bezweifeln, dass die SPD nie einen Grünen zum Bezirksamtsleiter gewählt hätte. Das ist das Dilemma der SPD. Immer noch vom Glotz’schen Satz „Fleisch vom Fleische der SPD“ geprägt, versucht sie in rot-grünen Koalitionen statt einem offenen und vertrauensvollen Umgang stets nur Demütigung und Pöstchenschacherei zu pflegen. In diesem Sinne ist die schwarz-grüne Koalition ein echtes Ahaerlebnis und läuft trotz inhaltlich vielleicht manchmal sogar größerer inhaltlicher Differenzen als mit der SPD viel zielorientierter und zum Wohle der Bürger.

Und ich freue mich, endlich einen Bezirksamtsleiter zu haben, der Beschlüsse der Bezirksversammlung umsetzt.

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